Gutscheine verkaufen vor Weihnachten: So klappt es im kleinen Laden
Mit Gutscheinen kommt dein Geld im Dezember, die Besuche folgen im Januar. So verkaufst du Gutscheine online und am Tresen, was das kostet und wann du anfangen solltest.


Einen Gutschein kauft man für jemand anderen, und du bekommst das Geld am selben Tag. Für ein kleines Geschäft ist das gleich doppelt gut: Geld im Dezember und ein neuer Kunde im Januar. In diesem Leitfaden geht es um Papier oder digital, um den Verkauf online und am Tresen, um die Kosten und um einen einfachen Plan, mit dem du vor dem Weihnachtsgeschäft startklar bist.
Lohnt es sich, in einem kleinen Geschäft Gutscheine zu verkaufen?
Ja, denn das Geld kommt zuerst und der Besuch später. Jemand zahlt dir im Dezember 50 €. Die beschenkte Person kommt im Januar vorbei, wenn in den meisten Läden wenig los ist. Du bekommst das Geld im Dezember für einen Besuch im Januar.
Der Besuch ist oft größer als der Gutschein. Sechs von zehn Menschen, die einen Gutschein bekommen, geben mehr aus, als er wert ist. Sie kommen für eine Behandlung für 50 € und gehen mit einem Produkt, oder sie kommen auf einen Kaffee und bleiben zum Mittagessen.
Und die Person mit dem Gutschein kennt dich oft noch gar nicht. Vier von zehn Menschen, die einen Gutschein bekommen, sind Erstkunden. Dein Stammkunde kauft ihn, seine Schwester löst ihn ein, und nun weiß sie, wo du bist. Keine Anzeige bringt dir so eine Empfehlung.
Vorab ein ehrlicher Hinweis: Ein Gutschein ist Geld, das du schuldest, bis er eingelöst ist. Wenn ein Guthaben ungenutzt bleibt, ist das ein kleiner Bonus, nie der Plan. Der Gewinn liegt im Geld vorab und im neuen Gesicht an der Tür, also mach es leicht, den Gutschein einzulösen.
Papier, Plastikkarte oder digital: Was solltest du verkaufen?
Die meisten kleinen Geschäfte fangen mit Papiergutscheinen aus der Druckerei an. Die funktionieren, bis jemand einen verliert, kopiert oder dich bittet, ihn per Post zu schicken.
| Papiergutschein | Plastikkarte | Digitaler Gutschein | |
|---|---|---|---|
| Kosten, bevor du den ersten verkaufst | Druck | Eine Charge Karten | Keine |
| Kann verloren gehen | Leicht | Ja | Nein, er ist auf dem Handy |
| Online kaufbar | Nein | Nein | Ja, über deinen Link |
| Kommt pünktlich an, auch in letzter Minute | Nur persönlich | Nur persönlich | Ja, per E-Mail |
| Du weißt, wer ihn hat | Nein | Nein | Ja, Name und E-Mail |
| Über mehrere Besuche einlösbar | Schwer nachzuhalten | Braucht ein System | Das Guthaben aktualisiert sich von selbst |
Papier hat einen Vorteil: Man hat etwas zum Überreichen. Wenn deine Kunden eine Karte im Umschlag lieben, halte ein paar gedruckte Gutscheine an der Kasse bereit. Ein guter digitaler Gutschein kann dieses Gefühl aber zurückbringen: Die beschenkte Person öffnet einen Umschlag mit deinem Logo als Siegel, bevor sie sieht, was drin ist.

„Wir haben so viel Zeit damit verbracht, Sachen zur Post zu bringen und physische Karten zu verwalten.
(Übersetzt aus dem Englischen)

Wie kannst du Gutscheine online verkaufen?
Du brauchst einen Link, über den man kaufen kann, und eine Karte, die direkt in der Wallet auf dem Handy landet. So läuft es mit Passtastic, von Anfang bis Ende.
Schritt 1: Betrag festlegen
Erstelle einen Gutschein (in Passtastic heißt der Kartentyp Guthaben) und lege Preis und Wert fest, zum Beispiel 50 € für 50 € zum Ausgeben. Du kannst mehrere anbieten: 25 € als kleines Dankeschön, 50 € oder 100 € für alle, die jemandem wirklich etwas Gutes tun wollen. Wenn du Behandlungen oder Pakete verkaufst („5 Kaffee", „Schneiden und Färben"), kann auch ein Paket ein Geschenk sein.
Schritt 2: Den Link dorthin legen, wo die Leute schon hinschauen
Deine Karte bekommt eine eigene Kaufseite. Setze den Link in deine Instagram-Bio, in dein Google-Profil und auf deine Website, und stelle den QR-Code neben die Kasse. Im Dezember kommt eine Zeile in deine Beiträge: „Gutscheine: in einer Minute gekauft, kommen per E-Mail an."
Schritt 3: Der Käufer setzt den Haken bei „Das ist ein Geschenk"
Auf der Kaufseite setzt der Käufer den Haken bei Das ist ein Geschenk, gibt Name und E-Mail der Person ein, schreibt eine Nachricht und wählt, wann das Geschenk ankommen soll: Jetzt senden oder An einem Datum, mit Uhrzeit. Weihnachtsmorgen um 8:00 Uhr geht. Ein Geburtstag im nächsten März auch. Bezahlt wird mit Karte, und das Geld geht auf dein Bankkonto.

Schritt 4: Die Person öffnet einen Umschlag mit deinem Logo
Zum gewählten Zeitpunkt bekommt die Person eine E-Mail von deinem Unternehmen. Die Überraschung bleibt erhalten: kein Betrag, keine Nachricht, nur ein Umschlag zum Öffnen. Ein Tipp bricht das Siegel, das dein Logo ist, und die Karte gleitet mit der Nachricht heraus. Die Person gibt Name und E-Mail ein und fügt die Karte zu Apple Wallet oder Google Wallet hinzu. Sie muss keine App herunterladen und sich kein Passwort merken.

Schritt 5: Eingelöst wird sie bei dir am Tresen
Wenn die Person vorbeikommt, scannt dein Team die Karte und zieht ab, was ausgegeben wird. Ein 50-€-Gutschein kann heute ein Besuch für 30 € sein und nächsten Monat einer für 20 €. Beim Scan steht 🎁 Geschenk von und der Name des Käufers, dein Team kann also sagen: „Ah, von Anna? Wie schön." Der Käufer wiederum bekommt eine E-Mail, sobald das Geschenk geöffnet wurde. Das freut ihn mehr, als du denkst.
Kannst du Gutscheine auch am Tresen verkaufen?
Ja, und das solltest du, denn viele Leute entscheiden sich noch an der Kasse. Wenn jemand einen Gutschein möchte, öffne Kunden, klicke auf Kunde einladen, setze den Haken bei Das ist ein Geschenk und fülle dieselben Angaben aus. Kassiere so, wie du es immer tust, bar oder mit dem Kartenterminal. Das Geschenk kommt im selben Umschlag an.
Am Tresen kannst du auch eine Mitgliedschaft verschenken, die sich nicht verlängert, etwa drei Monate im Fitnessstudio oder einen Monat Kaffee ohne Limit. Ein Geschenk auf diesem Weg zu verkaufen kostet nichts extra.

Wann solltest du für Weihnachten anfangen?
Früher, als du denkst. Der Gutscheinkauf steigt den ganzen Dezember über und erreicht seinen Höhepunkt in den letzten Tagen, wenn den Leuten die Ideen ausgehen. Hier ein entspannter Plan:
- Anfang November: Richte deinen Gutschein ein und teste ihn, indem du einen für dich selbst kaufst. Wenn du auch andere Prepaid-Angebote hast, etwa vorausbezahlte Kaffee-Pakete, schau sie dir gleich mit an.
- Mitte November: Sag deinen Stammkunden Bescheid. Ein Beitrag, ein Satz an der Kasse: „Wir haben jetzt Gutscheine, und die kommen per E-Mail."
- Anfang Dezember: Platziere den QR-Code auf Kassenbons, Tischen und am Tresen.
- 20. bis 24. Dezember: Erinnere die Leute daran, dass ein digitaler Gutschein trotzdem pünktlich ankommt. Das kann kein Gutschein aus dem Schaufenster: Wer am 23. um 23:00 Uhr in letzter Minute bezahlt, dessen Gutschein kommt am Weihnachtsmorgen an.
Dann kommt der Januar, und alle halten das Geld zusammen. In Daten des US-Einzelhandels sinkt der Umsatz auf gleicher Fläche im Januar um etwa 4,5 %. Die Gutscheine, die du im Dezember verkauft hast, kommen genau dann zu dir, wenn du sie brauchst.
Was kostet es?
Gutscheine sind in jedem Passtastic-Tarif enthalten, und du kannst mit der 14-tägigen kostenlosen Testphase starten, ohne Karte. Wenn online ein Gutschein verkauft wird, behalten wir 0,99 % und Stripe seine Zahlungsgebühr, der Rest geht an dein Bankkonto. Bei einem 50-€-Gutschein ist unser Anteil 0,50 €. Für den Online-Verkauf verbindest du ein Stripe-Konto, das du direkt nach dem Veröffentlichen der Karte in Passtastic anlegst. Gutscheine, die du am Tresen verkaufst, brauchen kein Stripe-Konto und kosten nichts extra.
Der Online-Checkout funktioniert in Europa: in der EU, im Vereinigten Königreich, in der Schweiz, in Norwegen, Liechtenstein und Gibraltar. Überall sonst verkaufst du am Tresen, und das Geschenk kommt trotzdem im Umschlag an. Die Tarife findest du unter Preise.
Eine ehrliche Grenze: Ein Gutschein bringt jemanden nur einmal zu dir. Ob die Person wiederkommt, hängt davon ab, was sie bei dir findet. Wenn du auch den zweiten Besuch willst, kombiniere ihn mit einer Treuekarte, die für Salons, Cafés und Läden gleichermaßen gut funktioniert.
Bereit vor dem Weihnachtsgeschäft: Richte deinen Gutschein in wenigen Minuten ein.
Jetzt Gutscheine verkaufenRichte noch heute deinen ersten Gutschein ein und teste ihn mit einem Geschenk an dich selbst.


