Treueprogramm für Holded TPV: Punkte & Stempel pro Bon | Passtastic Blog
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Treueprogramm für Holded TPV: Stempel und Punkte mit jedem Bon

Holded TPV hat kein eigenes Treueprogramm. So bekommst du trotzdem eins: Jeder Bon, auf dem ein Kunde steht, sammelt einen Stempel oder Punkte, die Karte liegt im Handy-Wallet deiner Kunden, und du brauchst weder einen Entwickler noch ein zweites Gerät an der Theke.

Yana Kliches, Editor
Yana Kliches, Editor
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Ein Kellner aus viktorianischer Zeit zeigt einem lachenden Paar an einem Saloon-Tisch ein leuchtendes Handy
7 min read

Holded TPV bringt kein Treueprogramm mit, und du musst nicht die Kasse wechseln, um eins zu bekommen. Ein einziger API-Key verbindet Holded mit einer Treueplattform, und schon sammelt jeder Bon, auf dem ein Kunde steht, einen Stempel oder Punkte auf einer Karte im Apple Wallet oder Google Wallet. Dein Personal arbeitet genau so weiter wie heute. In dieser Anleitung findest du die drei Schritte, die eine Gewohnheit, an der alles hängt, und ganz ehrlich auch, wo die Grenzen liegen.

Hat Holded TPV ein Treueprogramm?

Nein. Holded TPV ist das Kassenmodul von Holded: eine Tablet-App für iOS und Android plus der Bereich „Punto de venta" (Verkaufsstelle) in deinem Holded-Konto. Es erfasst Verkäufe, kümmert sich um Bons und Rückerstattungen, hält den Lagerbestand aktuell und schreibt alles direkt in die Buchhaltung. Auf Holdeds Preisseite ist es ein Add-on zu deinem Tarif für 25 € pro Laden und Monat (Stand September 2026).

Was es nicht kann: den Kunden dafür belohnen, dass er wiederkommt. Keine Stempelkarte, kein Punktestand, kein „Du hast dir einen Gratis-Kaffee verdient", nirgends beim Kassieren. Das ist kein Vorwurf. Holded ist ein ERP-System, das nebenbei auch eine Kasse hat, und Kundenbindung ist eine andere Baustelle.

Die Frage lautet also nicht „Wie schalte ich in Holded ein Treueprogramm ein?", sondern „Wie bekomme ich ein Treueprogramm auf die Kasse, die ich schon habe?". Die Antwort: eine Verbindung, kein Kassenwechsel.

Wie sammelt eine Treuekarte über Holded-Bons?

Passtastic liest deine Holded-Verkäufe mit. Sobald ein bezahlter Bon mit zugeordnetem Kunden abgeschlossen wird, schreibt es der Treuekarte dieses Kunden etwas gut:

  • Stempelkarten bekommen einen Stempel pro bezahltem Bon. Keine Regel nötig.
  • Punkte- und Stufenkarten sammeln nach der Regel, die du auf der Karte festlegst, zum Beispiel ein Punkt pro Euro auf dem Bon.

Der Stempel oder die Punkte erscheinen auf der Karte im Handy-Wallet des Kunden. Zum Sammeln scannt niemand irgendwas. Deine Kassenkraft setzt den Kunden auf den Bon und kassiert ab, mehr nicht. Und das macht sie ohnehin, wenn der Verkauf auf dem Kundenkonto landen soll.

Weniger als eine von acht Papierkarten wird jemals voll. Der Hauptgrund: An der Theke hakt es. Die Karte liegt zu Hause, der Stempel in der Schublade, die Schlange ist lang. Wenn der Bon das Sammeln übernimmt, fällt das alles weg, weil gesammelt wird, ob jemand dran denkt oder nicht.

Bäckereitheke mit einer alten Registrierkasse, eine lächelnde Bäckerin reicht ein Brot über die Theke
Der Bon weiß schon, wer gekauft hat. Das Treueprogramm muss nur zuhören.

So verbindest du Holded TPV mit einem Treueprogramm

Du brauchst ein Holded-Konto, in dem du API-Zugangsdaten anlegen kannst, und eine veröffentlichte Treuekarte in Passtastic, die sammeln kann: eine Stempel-, Punkte- oder Stufenkarte. Falls du noch keine hast, erstelle zuerst deine Treuekarte, das dauert ein paar Minuten.

Schritt 1: API-Key in Holded anlegen

Öffne in Holded die Einstellungen, dann „Developers" (Entwickler), dann „Credentials" (Zugangsdaten), und klicke auf „New API Token". Gib ihm genau drei Berechtigungen: „Sales: Read" (Verkäufe lesen), „Contacts: Read + Write" (Kontakte lesen und schreiben) und „Developers: Full" (Entwickler, Vollzugriff). Holded zeigt dir den Key nur ein einziges Mal, kopiere ihn also, bevor du die Seite verlässt. Wenn du in deinen Holded-Einstellungen kein Developers-Menü siehst, schau nach, ob dein Holded-Tarif das überhaupt enthält.

Schritt 2: Key in Passtastic einfügen

Öffne in deinem Passtastic-Dashboard die Einstellungen, dann „Integrationen", und such nach „Holded POS". Füge den Key ein und klicke auf „Holded verbinden". Das war's schon. Kein OAuth, kein Entwickler, keine App auf dem Tablet.

Der Bildschirm zum Verbinden von Holded im Passtastic-Dashboard mit den fünf Schritten zum API-Key
Ein Key, einmal einfügen. Der Bildschirm zeigt dir, wo du ihn in Holded findest.

Schritt 3: Karten auswählen, die sammeln sollen

Du siehst alle Punkte-, Stufen- und Stempelkarten in deinem Konto. Schalte die ein, die über Holded-Bons sammeln sollen. Bei Punkte- und Stufenkarten muss eine Punkteregel hinterlegt sein, denn die Regel entscheidet, was ein Bon wert ist. Stempelkarten brauchen nichts weiter.

Ab dem nächsten Verkauf sammelt jeder Bon, auf dem ein Kunde steht. In der Anleitung: Holded-Kasse verbinden gibt es zu jedem Schritt einen Screenshot, falls du mitklicken willst.

Was ändert sich an der Theke?

Genau eins: Der Kunde muss auf den Bon.

Ein Bon, der ohne Kunden abgeschlossen wird, sammelt nichts, denn Holded verrät uns nur dann, wer gekauft hat, wenn ein Kontakt auf dem Bon steht. Dein Personal sucht den Kunden im TPV per Name oder Telefonnummer, wählt ihn aus und kassiert wie gewohnt ab.

Damit diese Suche schnell geht, trägt Passtastic deine Mitglieder automatisch in deine Holded-Kontakte ein. Wenn jemand deinem Programm beitritt, landen Name, E-Mail und Telefonnummer als Kunde in Holded, mit dem Tag „passtastic" und einer Referenznummer, damit du sie erkennst. Mitglieder, die schon vor dem Verbinden dabei waren, werden in den folgenden Tagen nachgetragen, bis zu 200 pro Tag, damit ein großes Programm nicht auf einen Schlag dein Holded-API-Kontingent aufbraucht. Gibt es in Holded schon einen Kontakt mit derselben E-Mail oder Telefonnummer, wird der verknüpft statt doppelt angelegt.

Kunden vergessen? Am selben Tag kannst du den Bon noch nachträglich zuordnen, solange der Tagesabschluss noch nicht gemacht ist. Danach geht das nicht mehr.

Wie lösen Kunden eine Prämie über Holded ein?

Hier liegt, ganz ehrlich, die Grenze. Holded zeigt an der Kasse nicht an, ob ein Kunde eine Prämie hat. Zum Einlösen braucht es also weiterhin einen kurzen Scan:

  1. 1Der Kunde sagt Bescheid, dass seine Karte voll ist. Dein Personal öffnet die kostenlose Passtastic Scanner-App auf einem beliebigen Handy und scannt die Wallet-Karte. Damit ist die Prämie geprüft und als eingelöst markiert.
  2. 2Dein Personal bucht die Prämie in Holded wie jeden anderen Rabatt oder Gratisartikel.

Sammeln läuft automatisch. Einlösen ist ein Scan plus der Rabatt, den du sowieso gegeben hättest. Für die meisten Theken ist das ein fairer Deal, denn eine Prämie gibt es alle acht oder zehn Besuche, gesammelt wird bei jedem.

Auch an Rückgaben ist gedacht. Eine Rückerstattung über das Holded TPV erzeugt einen Korrekturbon mit negativem Betrag. Passtastic wendet deine Punkteregel auf diesen Betrag an und zieht die Punkte wieder ab. Bei einer Teilrückerstattung geht also nur ein Teil der Punkte weg, und unter null rutscht keine Karte. Stempelkarten verlieren nur dann einen Stempel, wenn ein Bon storniert oder gelöscht wird. Wenn du das nicht willst, kannst du das Zurückbuchen bei Rückerstattungen abschalten.

So sieht ein Treueprogramm mit Holded TPV in der Praxis aus

Sagen wir, du führst eine Bäckerei mit dem Holded TPV auf einem iPad. Du veröffentlichst eine Stempelkarte: zehn Stempel, dann ein Brot aufs Haus. Eine Stammkundin meldet sich über den QR-Code an der Theke an, und ihre Daten landen von selbst in deinen Holded-Kontakten.

Am nächsten Morgen sucht deine Kassenkraft „Marta", setzt sie auf den Bon und kassiert ab. Der Stempel ist auf Martas Wallet-Karte, bevor sie aus der Tür ist. Nach ihrem zehnten Brot zeigt ihre Karte „Prämie bereit". Beim nächsten Besuch sagt sie Bescheid, dein Personal scannt, das Brot geht mit null Euro auf den Bon. Ihre Karte setzt sich zurück, und beim Besuch danach geht es wieder bei Stempel eins los.

Nichts Neues auf dem iPad. Nichts zu erklären, außer „Kunde auf den Bon". Und solltest du irgendwann die Kasse wechseln, bleibt die Karte im Wallet deiner Kunden, und dein Personal scannt sie einfach. Das Programm überlebt den Wechsel.

Ich habe zuerst Papierkarten benutzt und dann eine Excel-Tabelle angelegt, um das Ganze etwas zu digitalisieren, aber es war immer noch richtig mühsam, den Überblick über jede Kundin zu behalten, gerade an den vollsten Tagen.

(Übersetzt aus dem Englischen)

Estela, Inhaberin von Fuchsia Nails
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Die vollsten Tage sind genau die, an denen ein Zettelsystem versagt, und genau die, an denen ein System, das am Bon hängt, davon gar nichts merkt. Wenn du einen Laden mit einer echten Stammkundschaft führst, ist das der Unterschied zwischen einem Programm, das nur auf dem Papier existiert, und einem, das wirklich läuft.

Worauf du achten solltest

  • Holded erlaubt nur einen Verkaufs-Webhook pro Konto. Wenn schon ein anderes Tool deine Holded-Verkaufsbenachrichtigungen empfängt, lehnt Holded einen zweiten ab. Trenne das andere Tool vorher, oder stell es um.
  • Erzeugst du deinen Holded-Key neu, ist die Verbindung weg, bis du einen neuen einfügst. Deine Karteneinstellungen bleiben erhalten.
  • Gutscheine, Bundles und Mitgliedschaften können nicht über Bons sammeln. Nur Stempel-, Punkte- und Stufenkarten, denn das sind die Typen, bei denen pro Verkauf etwas dazukommt.
  • Nicht zusätzlich für Punkte scannen. Sobald Holded verbunden ist, würde ein zusätzlicher Scan denselben Einkauf doppelt zählen. Nutze den Scanner für Prämien, und lass den Bon das Sammeln erledigen.

Wenn du zum ersten Mal ein Treueprogramm aufsetzt, findest du den kompletten Überblick in So richtest du ein Treuekarten-System für dein kleines Unternehmen ein. Die Holded-Verbindung ist in jedem Passtastic-Tarif enthalten, vom ersten Tag der 14-tägigen kostenlosen Testphase an, ohne Kreditkarte. Die Tarife findest du unter Preise.

Behalte dein Holded TPV. Ergänze es um eine Treuekarte, die mit jedem Bon sammelt.

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