Lightspeed Loyalty im Test (2026): Tarife, X-Series und Alternativen
In Lightspeeds Retail-Tarifen steht Loyalty in der Tarifübersicht. Was du bekommst, ist aber ein Treueguthaben, das nur in Lightspeed existiert, ohne Karte, die deine Kunden bei sich haben. Hier liest du, was es kann, was es kostet und wie du stattdessen eine Wallet-Treuekarte an deiner Lightspeed-Kasse nutzt.


Das eingebaute Treueprogramm im Lightspeed Kassensystem ist in Ordnung, wenn dir ein Cashback-Guthaben reicht, das nur in deiner Kasse existiert. Wenn du eine Karte willst, die deine Kunden wirklich bei sich tragen, anschauen und die sie an dich erinnert, dann reicht es nicht. In diesem Test schauen wir uns an, was Lightspeed Loyalty kann, welchen Tarif du dafür brauchst und wie du an deiner Lightspeed Retail X-Series eine Wallet-Treuekarte (Apple Wallet / Google Wallet) nutzt, ohne das eingebaute Programm auch nur anzufassen.
Was ist Lightspeed Loyalty und wie funktioniert es?
„Lightspeed Loyalty" bedeutet je nach Lightspeed-Produkt etwas anderes. Das verwirrt viele Inhaber, deshalb hier die Übersicht.
| Lightspeed-Produkt | Was „Loyalty" dort bedeutet | Wie Kunden es sehen |
|---|---|---|
| Retail X-Series (der browserbasierte „Sell screen", also die Verkaufsansicht, früher Vend) | Ein eingebautes Programm. Kunden bekommen bei jedem Einkauf einen Anteil des Kaufbetrags als Treueguthaben („Loyalty Dollars") gutgeschrieben und bezahlen damit später einen Einkauf ganz oder teilweise. Funktioniert auch online, wenn du Lightspeed eCom (E-Series) nutzt. | Keine Karte, keine App. Das Guthaben liegt im Kundenprofil und taucht nur auf, wenn dein Personal den Kunden zum Verkauf hinzufügt. |
| Retail S-Series (früher ShopKeep) | Ein eigenes Produkt namens „Lightspeed Loyalty", nur in bestimmten Paketen. Punkte werden über die S-Series-App gesammelt. | Kunden sehen ihre Punkte in der AppCard-App. |
| Restaurant K-Series | Ein eingebautes Modul für Kundenkarten: Rabattkarten, Geschenkkarten, Stempelkarten und Kundenausweise. | Karten aus Plastik oder digital, verwaltet am Terminal. |
Wenn du Retail X-Series nutzt, meint Lightspeed damit die eingebaute Variante, die du im Menü „Setup" findest. Und die ist wirklich gut integriert: Dein Personal fügt den Kunden zum Verkauf hinzu, kassiert ab, und das Guthaben landet auf dem Kundenkonto. Nichts zu scannen, nichts zu erklären. Für einen Laden, der einfach nur still und leise ein bisschen vom Umsatz zurückgeben will, reicht das völlig.
Der Haken ist das, was beim Kunden nicht ankommt. Keine Karte im Wallet, kein Guthaben, auf das er mal eben schauen kann, keine Nachricht, wenn er einen Monat lang nicht da war. Kundenbindung, die nur an deiner Kasse existiert, funktioniert auch nur, solange der Kunde davor steht.
Welcher Lightspeed-Tarif enthält Loyalty, und was kostet das?
Auf Lightspeeds US-Preisseite für den Handel (Stand September 2026) steht bei allen drei Tarifen „In-Store- und Online-Loyalty": Basic ab 89 $ im Monat, Core ab 149 $ und Plus ab 289 $, jeweils bei jährlicher Zahlung. Wer monatlich zahlt, zahlt mehr.
Das sind US-Preise in US-Dollar. Lightspeed legt Tarifnamen und Preise pro Land fest. Auf der Preisseite für dein Land stehen also andere Zahlen, und in manchen Ländern steckt Loyalty nicht im Einstiegstarif. Im Hilfecenter zur X-Series schreibt Lightspeed, dass du für Loyalty den Advanced-Tarif oder ein kostenpflichtiges Loyalty-Modul brauchst. Bevor du also fest damit rechnest: Öffne die Preisseite für dein Land und schau nach, was drin ist und was es kostet.
Zwei Posten musst du zusätzlich einplanen. Der Marketing-Teil, also E-Mail-Kampagnen, Kundensegmente und Geburtstagsgeschenke, steckt in einem separaten, kostenpflichtigen Add-on namens Lightspeed Advanced Marketing. Und wenn deine Kunden auch online sammeln und einlösen sollen, brauchst du zusätzlich Lightspeed eCom (E-Series). Die Loyalty-Zeile in der Tarifübersicht ist also nur der Anfang der Rechnung.

Lohnt sich das eingebaute Treueprogramm von Lightspeed?
Das hängt davon ab, was du von einem Treueprogramm erwartest.
Schalte es ein, wenn du ohnehin einen Tarif hast, in dem es drin ist, deine Kunden alle paar Wochen bei dir einkaufen und ein „200 $ ausgeben, 10 $ zurückbekommen" zu deinen Margen passt. Es kostet dich nichts extra und ist in zehn Minuten eingerichtet.
Es reicht nicht, wenn deine Kunden sich zwischen zwei Besuchen an dich erinnern sollen. Acht von zehn Leuten nutzen eine Treuekarte, wenn sie auf dem Handy ist. Ein Guthaben, das irgendwo in deiner Kundendatenbank vergraben ist, ist nicht auf dem Handy. Niemand sieht es im Bus, niemand zeigt es einem Freund, und du kannst niemandem eine „Wir vermissen dich"-Nachricht schicken.
Auch die Mechanik spielt eine Rolle. Ein Treueguthaben ist im Grunde ein Punkteprogramm mit Währungszeichen davor. Punkte passen zu einem Laden mit großer Preisspanne, aber an vielen Theken gewinnt die einfache Stempelkarte, weil an der Kasse niemand rechnen muss. Wann was funktioniert, haben wir in Stempel oder Punkte: Was für kleine Unternehmen besser passt aufgeschrieben. Lightspeeds eingebaute Variante kann nur eins von beidem.
Und eins muss man auch ehrlich sagen: Kein Treueprogramm der Welt rettet langsamen Service oder ein leeres Regal. Eine Karte bringt die Leute wieder in den Laden. Was dann passiert, liegt an dir.
Kann ich mit dem Lightspeed Kassensystem ein anderes Treueprogramm fahren als das eingebaute?
Ja. Eine Treueplattform kann sich mit deinem Lightspeed-Retail-X-Series-Konto verbinden, deine Verkäufe mitlesen und Stempel oder Punkte auf eine Karte im Apple Wallet oder Google Wallet deiner Kunden buchen. Die Lightspeed-Integration von Passtastic macht genau das, in jedem Tarif und ohne dass du an deiner Kasse irgendetwas installierst. Du brauchst nur eine veröffentlichte Karte. Falls du noch keine hast, erstelle zuerst eine Treuekarte, das dauert ein paar Minuten. Dann geht es so:
- 1Lightspeed verbinden. Klicke in deinem Passtastic-Dashboard auf „Lightspeed verbinden", melde dich bei Lightspeed an und erlaube den Zugriff. Lightspeed zeigt dir einen Hinweis, dass die App nicht im öffentlichen Lightspeed-Store gelistet ist. Bei einer privaten App ist das normal. Bestätige das, und du landest wieder in Passtastic.
- 2Karten auswählen, die sammeln sollen. Schalte deine Punkte-, Stufen- oder Stempelkarten ein. Stempelkarten bekommen einen Stempel pro bezahltem Verkauf, da musst du nichts einstellen. Punkte- und Stufenkarten sammeln nach der Regel, die du festlegst, zum Beispiel ein Punkt pro Euro.
- 3Kunden zum Verkauf hinzufügen. Das macht dein Personal ohnehin schon, wann immer ein Kunde den Kauf auf seinem Kundenkonto haben will. Ab dem nächsten Verkauf landen Stempel oder Punkte innerhalb von etwa einer Minute auf der Wallet-Karte des Kunden.

Womit die meisten Inhaber nicht rechnen: Auch das Einlösen passiert an der Kasse. Sobald eine Karte voll ist oder die Punkte reichen, erscheint die Rabattzeile beim nächsten Verkauf von selbst. Oder dein Personal tippt einen kurzen Aktionscode ein, wenn du lieber selbst entscheiden willst, wann die Prämie greift. Ein paar Sekunden nach der Zahlung setzt sich die Karte zurück, und beim nächsten Besuch wird wieder ganz normal gesammelt. Bei einem Storno werden die Stempel oder Punkte wieder abgezogen, die Karte stimmt also immer mit dem überein, was wirklich bezahlt wurde.
Dein Kunde sieht das alles auf einer Karte in seinem Wallet: die Stempel, die Punkte, den Hinweis „nur noch ein Besuch". Und du kannst ihm über diese Karte eine Nachricht schicken, wenn er länger nicht da war. Das ist die Hälfte der Kundenbindung, die eine Kasse allein nicht hinbekommt.
Lightspeed Loyalty vs. Wallet-Treuekarte im direkten Vergleich
| Lightspeed Loyalty (eingebaut, X-Series) | Passtastic auf Lightspeed X-Series | |
|---|---|---|
| Was Kunden sammeln | Treueguthaben, ein Anteil vom Kaufbetrag | Stempel, Punkte oder Stufen, du entscheidest |
| Wo sie es sehen | Nur, wenn das Personal sie zum Verkauf hinzufügt | Auf einer Karte in Apple Wallet oder Google Wallet |
| Kunden später erreichen | Separates Add-on Advanced Marketing | Nachrichten an die Wallet-Karte, inklusive |
| Sammeln an der Kasse | Automatisch, sobald der Kunde im Verkauf steht | Automatisch, sobald der Kunde im Verkauf steht, innerhalb von etwa einer Minute |
| Einlösen an der Kasse | Mit dem Guthaben zahlen, wie mit Bargeld | Greift von selbst oder per Aktionscode |
| Benötigter Tarif | In den US-Tarifen enthalten; anderswo Advanced-Tarif oder kostenpflichtiges Modul, Preise je nach Land | Jeder Passtastic-Tarif, 14 Tage kostenlos testen, keine Kreditkarte nötig |
| Wenn du die Kasse wechselst | Das Programm bleibt bei Lightspeed zurück | Die Karte bleibt im Wallet deiner Kunden, dein Personal scannt sie einfach |
Worauf du beim Verbinden achten solltest
Ein paar Dinge, die wir jedem Laden mit Lightspeed vor dem Einschalten sagen, weil es genau die Fragen sind, die dein Personal dir in der ersten Woche stellt:
- Ein Bon ohne Kunden drauf sammelt nichts. Das ganze System hängt an einer einzigen Gewohnheit: den Kunden per Name oder Telefonnummer suchen und zum Verkauf hinzufügen. Passtastic kann deine Mitglieder automatisch in deine Lightspeed-Kundenliste eintragen, damit dein Personal sie dort gleich findet.
- Pro Artikel gilt nur eine Aktion. Wenn du gerade 20 % auf Kleider gibst und eine Kundin mit voller Karte ein Kleid kauft, nimmt Lightspeed die bessere der beiden. Ihre Karte bleibt dann eben bis zum nächsten Besuch voll. Das ist fair, dein Personal sollte es aber wissen.
- Kassen laden Aktionen beim Öffnen des Sell screens. Nachdem du eine Prämie gespeichert oder geändert hast, öffne den Sell screen an jeder Kasse einmal neu.
- Nur für Retail X-Series. Wenn du R-Series, S-Series oder eine Restaurant-Serie nutzt, greift diese Integration nicht. Dein Personal kann dieselbe Wallet-Karte trotzdem mit der kostenlosen Scanner-App abstempeln, nur eben nicht automatisch über den Bon.
- Läuft das eingebaute Loyalty schon? Du kannst es weiterlaufen lassen, bis deine Kunden ihr Guthaben aufgebraucht haben. Die beiden kommen sich im Verkauf nicht in die Quere: Lightspeeds Treueguthaben ist eine Zahlungsart, die Prämie von Passtastic eine Aktionszeile.
Die komplette Einrichtung, mit Screenshots von jedem Bildschirm, findest du in der Anleitung: Lightspeed-Kasse verbinden.
Die automatische Umrechnung funktioniert richtig gut und macht es dem Kassenpersonal leichter: Sie geben nur den Bonbetrag ein, und das System vergibt automatisch die richtige Punktzahl.
(Übersetzt aus dem Englischen)

Van Donzel ist ein Möbelhaus mit 32 Verkäufern. Für einen Laden mit drei Leuten und einem vollen Samstag gilt dasselbe: Je weniger an der Kasse getippt werden muss, desto öfter wird die Karte auch wirklich benutzt. Wenn du ein Einzelhandelsgeschäft mit einer echten Stammkundschaft führst, ist genau das der Knackpunkt.
Behalte deine Lightspeed-Kasse. Ergänze sie um eine Treuekarte, die deine Kunden im Wallet immer dabeihaben.
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